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Korpektomie

Verfahren, Indikationen und Lösungen

Der Inhalt dieser Seite ist nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Was ist eine Korpektomie?

Die Korpektomie (oder Korporektomie) bezeichnet einen chirurgischen Eingriff, bei dem ein Wirbelkörper (teilweise oder vollständig) entfernt wird. Ziel ist die Dekompression des Rückenmarks bzw. der Nervenwurzeln und die anschließende Rekonstruktion der Wirbelsäulenstruktur mittels Wirbelkörperersatz oder Knochen-/Implantatfusion.

Röntgenbild einer Korpektomie von Halswirbelkörper 5 und 6 , Dekompression und Wirbelkörperersatz mit ADDplus von ulrich medical. | © 2025 ulrich medical. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung, Vervielfältigung oder Weitergabe ohne ausdrückliche Genehmigung ist nicht gestattet.

Korpektomie HWK 5 + 6 , Dekompression und Wirbelkörperersatz mit ADDplus.

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Welche Indikationen gibt es für eine Korpektomie?

Eine Korpektomie kann unter anderem indiziert sein bei:

  • Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln durch Degeneration, Bandscheibenvorfall oder Knochenanbauten (z. B. Osteophyten) in der Wirbelsäule.
  • Tumoren (primär oder metastasierend) innerhalb der Wirbelsäule, die Struktur und Stabilität beeinträchtigen.
  • Traumatischen Wirbelkörperfrakturen oder Kompressionsfrakturen, wenn konservative oder weniger invasive Verfahren nicht ausreichen.
  • Infektionen der Wirbelsäule (z. B. Spondylodiszitis) oder sonstige destruktive Prozesse, die Wirbelkörper und Bandscheiben betreffen.
  • Kombinationen aus Deformitäten, Instabilität und neurologischer Bedrohung, bei denen eine stabile Rekonstruktion der Wirbelsäule notwendig ist. 

Welche Zugangswege sind bei einer Korpektomie möglich?

Die Korpektomie kann je nach betroffener Wirbelsäulenregion und Befund über verschiedene Zugänge erfolgen:

Zervikal (Halswirbelsäule): per anteriorem Zugang, häufig bei spinaler Kompression durch Degeneration, Knochenanbauten oder Bandscheibenprobleme.

Thorakal (Brustwirbelsäule): per anterolateralem oder transthorakalem Zugang bei Tumoren, Frakturen oder Deformitäten im mittleren Rückenbereich.

Lumbal (Lendenwirbelsäule): per retroperitonealem, lateralen oder anterolateralen Zugang bei Frakturen, Instabilitäten oder destruktiven Läsionen im lumbalen Bereich.

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Operative Zugangsmöglichkeiten mit unserem Wirbelkörperersatz obelisc.

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Wirbelkörperersatz und Rekonstruktion

Nach der Entfernung des Wirbelkörpers ist eine strukturelle Rekonstruktion erforderlich, die entweder mit autologem/allogenem Knochen oder durch den Einsatz von Wirbelkörperersatzimplantaten erfolgt. Diese dienen der Wiederherstellung der Höhe und Stabilität des Wirbelkörpers.

Die Vorteile eines strukturierten Wirbelkörperersatzes sind:

  • Sofortige Stabilisierung und Wiederherstellung der Wirbelsäulenhöhe.
  • Möglichkeit zur Fusion benachbarter Wirbelkörper zur langfristigen Stabilität.
  • Bei Verwendung moderner Implantate geringeres Risiko von Entnahmepunktkomplikationen (vs. autologem Knochen) und bessere Kontrolle über Höhe und Alignment.

Häufige Fragen zur Korpektomie

Die Diskektomie entfernt Bandscheiben-/Osteophyten, die Korpektomie entfernt (teilweise/komplett) den Wirbelkörper und erfordert eine Rekonstruktion/Fusion mittels Cage/Graft und Zusatzinstrumentation.

Wenn weniger invasive Verfahren (z. B. einfache Dekompression, Diskektomie) nicht ausreichend sind, z. B. bei Instabilitäten, erheblichen Frakturen, Tumoren, Infektionen oder ausgeprägter knöcherner Kompression — insbesondere bei neurologischer Bedrohung (Rückenmark, Nervenwurzeln).

Mögliche Komplikationen: Infektionen, Blutverlust, neurologische Schäden, Implantatversagen, fehlgeschlagene Fusion (Pseudarthrose), Instabilität benachbarter Segmente.
ADD ist ein distrahierbarer Wirbelkörperersatz für die chirurgische Rekonstruktion von Defekten nach kompletter oder inkompletter Korporektomie in der anterioren Hals- und Brustwirbelsäule (C3-T3).
ADDplus ist ein distrahierbarer Wirbelkörperersatz mit integrierten Laschen, der für die chirurgische Rekonstruktion von Defekten nach kompletter oder inkompletter Korporektomie in der vorderen Halswirbelsäule und dem zervikothorakalen Übergang (C3-T3) verwendet werden kann.
obelisc ist ein distrahierbarer Wirbelkörperersatz, der für die chirurgische Rekonstruktion von Substanzdefekten nach kompletter oder inkompletter Korpektomie in der vorderen thorakalen und lumbalen Wirbelsäule verwendet werden kann.
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Quellen

John Rhee, Sam W. Wiesel, Scott D. Boden et al. Operative Techniques in Spine Surgery. (2012) ISBN: 9781451127690 - Google Books

Meyer B. , Rauschmann M. Spine Surgery. A Case-Based Approach. (2019) ISBN: 9783319988740 . Springer

Neuhoff J, Berkulian O, Kramer A, Thavarajasingam S, Wengert A, Schleicher P, Pingel A, Kandziora F. Single- and Multilevel Corpectomy and Vertebral body replacement for treatment of spinal infections. A retrospective single-center study of 100 cases. Brain Spine. 2023 Nov 30;4:102721. doi: 10.1016/j.bas.2023.102721. PMID: 38510622; PMCID: PMC10951701.

Guzik G. Outcomes of Corpectomy in Patients with Metastatic Cancer. Ortop Traumatol Rehabil. 2017 Jan 26;19(1):23-32. doi: 10.5604/15093492.1235275. PMID: 28436378.

Boakye, Maxwell M.D.; Patil, Chirag G. M.D.; Ho, Chris B.S.; Lad, Shivanand P. M.D., Ph.D.. CERVICAL CORPECTOMY: COMPLICATIONS AND OUTCOMES. Operative Neurosurgery 63(4):p 295-302, October 2008. | DOI: 10.1227/01.NEU.0000327028.45886.2E

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